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Beschaffungsmanagement in Krisenzeiten: So sichern Sie Ihre KSS-Versorgung

Lieferengpässe, volatile Rohstoffpreise und geopolitische Spannungen setzen das Beschaffungsmanagement zunehmend unter Druck. Besonders im Fluidmanagement und der KSS-Versorgung können Engpässe gravierende Folgen auf die gesamte Produktion haben. Schnelles Handeln ist daher unumgänglich. 
In diesem Artikel gehen wir auf die aktuellen Veränderungen und deren Auswirkungen auf die Versorgung im Fluidmanagement ein. Abschließend zeigen wir Ihnen, welche Schritte das Beschaffungsmanagement ergreifen kann, um Lieferketten zu stabilisieren und gestärkt in die Zukunft zu gehen.

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Anja Veit  //  16. April 2026

Wie verändert sich das Beschaffungsmanagement für KSS in Krisenzeiten?

Unternehmen sehen sich in Krisen, wie im aktuellen Nahost-Konflikt, vor tiefgreifende Herausforderungen im Beschaffungsmanagement gestellt: 

Eingeschränkte Rohstoffverfügbarkeit

Aufgrund der Störungen und Unsicherheiten entlang zentraler Handelsrouten (z.B. Straße von Hormus) kommt es zu Lieferkettenproblemen, wie Verzögerungen, Engpässen oder gar einem gesamten Transportstillstand. Besonders betroffen sind hierbei Additive, Emulgatoren oder spezielle Grundöle.

Steigende Preise

Aufgrund der Rohstoffknappheit von chemischen Produkten kommt es auch bei Schmierstoffen, Kühlschmierstoffen und Hydraulikfluiden zu Preiserhöhungen

Zunehmende Transportrisiken

Längere Routen, höhere Versicherungsprämien und unplanbare Transitzeiten erhöhen die Komplexität in der Beschaffung. 

Diese Punkte sorgen dafür, dass in der Beschaffung ein Fokuswechsel stattfindet: statt reiner Kosteneffizienz liegt die Priorität nun auf Flexibilität und Stabilität der Lieferkette. Eine kurzfristige Kostenersparnis kann langfristig zu erheblichen Produktionsrisiken führen.
 

Warum ist die Beschaffungsproblematik im Fluidmanagement besonders kritisch?

Anders als viele andere Materialien lassen sich Kühlschmierstoffe nicht kurzfristig austauschen.

Fluide und Betriebsstoffe sind systemkritisch. Ein Produktwechsel betrifft nicht nur den Einkauf, er hat Einfluss auf die gesamte Prozesskette:

  • Prozessstabilität
  • Maschinenperformance
  • Laufzeiten
  • Produktqualität

Ein Engpass oder gar ein gesamter Ausfall der Betriebsstoffversorgung sorgt im schlimmsten Falle für einen vollkommenen Stillstand der Fertigung. Dabei zählen Produktionsausfälle durch fehlende Betriebsstoffe zu den teuersten Risiken in der Fertigung. Besonders kritisch sind dabei spezialisierte Additive, die nicht kurzfristig substituiert werden können.
Um solche Probleme zu vermeiden und die Fertigung krisensicher aufzustellen, sieht sich das Beschaffungsmanagement mit neuen Aufgaben konfrontiert.

Welche Maßnahmen sichern die KSS-Beschaffung in Krisenzeiten?

Das Beschaffungsmanagement besteht in der aktuellen Zeit nicht mehr lediglich aus dem operativen Einkauf und dem Lieferantenmanagement. Um diesen Herausforderungen zu begegnen, muss sich das Beschaffungsmanagement strategisch weiterentwickeln:

Erweitertes Supply Chain Wissen

Woher kommen kritische Bestandteile wirklich? Es wird notwendig, mehr Transparenz über die gesamte Lieferkette zu schaffen, um genau verstehen zu können, wo Engpässe und Probleme entstehen. Tier-2 und Tier-3-Lieferanten gewinnen an Bedeutung.

Technische Flexibilität erhöhen

Um ohne lange bürokratische Wege auf potenzielle Alternativen ausweichen zu können, ist es wichtig, dass Freigaben für alternative Fluide und Lieferanten beschleunigt werden bzw. bereits vorliegen. Dabei ist eine enge Abstimmung mit Technik und Produktion erforderlich.

Risikodiversifikation und Regionalisierung

Oft bietet es sich an, regionale Alternativen zu bestehenden Lieferanten zu prüfen, um die Lieferketten kürzer und damit Transportrisiken geringer halten zu können. Eine weitere Möglichkeit ist es, die Lieferantenbasis in diesem Zuge zu erweitern, um Abhängigkeiten zu verringern. 

Strategische Lagerhaltung neu bewerten

Es kann Sinn machen, besonders kritische Fluide und Additive gezielt als Sicherheitsbestände auf Lager zu legen. In Krisenzeiten verschiebt sich der Fokus häufig von „Just-in-Time“ zu „Just-in-Case“.

Krisenzeiten erfordern ein schnelles, aber strategisches Handeln im Beschaffungsmanagement. Der Einkauf wird zu einem wichtigen Werttreiber für die Aufrechterhaltung der Wettbewerbsfähigkeit.

Warum sind starke Partner in Krisenzeiten entscheidend für die KSS-Versorgung?

Gerade in solchen Phasen zeigt sich, welcher Wert ein belastbares Netzwerk und tiefes Anwendungsverständnis haben. Zuverlässige Partner können einen großen Beitrag dazu leisten, ein Unternehmen zukunftssicher aufzustellen.

Wir bei IQ Fluids erleben aktuell, dass Kunden vor allem drei Dinge erwarten:

  • Versorgungssicherheit auch bei volatilen Märkten
  • Technische Beratung bei möglichen Substitutionen
  • Proaktive Kommunikation statt reaktiver Problemlösung

Unser Ansatz: wir sind kein Lieferant, wir sind Partner!

Im Zuge unserer Fluidmanagement-Dienstleistung bieten wir an, Ihr gesamtes Beschaffungsmanagement für Sie zu übernehmen: von der Absicherung der Supply Chain, über die korrekte Lagerung bis hin zu Inventur, Nachbestellung und Bereitstellung von Sicherheitsbeständen. Wir bieten Ihnen das Gesamtpaket. So stellen wir sicher, dass Ihre Versorgung auch in kritischen Situationen stabil bleibt.

Wie bei allen unseren Fluidmanagement-Modulen besteht auch hier keine Verbindlichkeit das gesamte Paket buchen zu müssen. Wir übernehmen auch gerne nur Teilbereiche – Sie entscheiden, wo wir Sie unterstützen können.
Krisen, wie der aktuelle Nahost-Konflikt, zeigen einmal mehr: Beschaffung ist kein rein kaufmännischer Prozess mehr. Gerade im Fluidmanagement wird sie zur strategischen Schnittstelle zwischen Markt, Technik und Risiko.

Resilienz entsteht dort, wo Einkauf, Technik und Partner eng zusammenarbeiten.

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