IQ Culture
Was macht ein Werkstudent bei IQ Fluids?
Viele Studenten entscheiden sich während ihres Studiums dazu, einer Werkstudententätigkeit nachzugehen. Auch wir bei IQ Fluids haben ständig studentische Unterstützung. Doch was genau macht ein Werkstudent bei IQ Fluids? Welche Arbeitszeiten hat er? Und würde er einen Job hier weiter empfehlen? Das alles erzählt uns Joshua (Werkstudent für Automatisierungstechnik) im Interview.
Hi Joshua, erst einmal vielen Dank, dass du dir die Zeit nimmst, um mir heute ein bisschen mehr über deine Arbeit hier bei IQ Fluids zu erzählen. Starten wir mal bei deinem Hintergrund. Was genau studierst du und wo?
Ich studiere Elektrotechnik im Master mit Schwerpunkt Energieversorgung / Energienetze an der Universität Stuttgart.
Warum hast du dich entschieden, als Werkstudent zu arbeiten?
Um praktische Erfahrung zu sammeln. An der Universität, im Gegensatz zur Fachhochschule, hat man effektiv kaum Praxis. Deshalb wollte ich gerne arbeiten, um auch mal im Büro zu sein, die Sachen, die ich gelernt habe, effektiv anzuwenden und vielleicht auch direkt noch etwas Neues dazu zu lernen.
Wie kamst du zu IQ Fluids? Kanntest du die Firma bereits vorher?
Ich kannte IQ Fluids vorher nicht. Ich habe nach einem Werkstudentenjob in der Nähe gesucht, bin auf IQ Fluids und die Stelle zum Werkstudenten Automatisierungstechnik aufmerksam geworden. Mit Automatisierung hatte ich im Studium bereits Berührpunkte, fand die Firma sehr interessant und habe mich direkt beworben.
Welche Arbeitstage bzw. Arbeitszeiten hast du hier?
Das war immer unterschiedlich. Aktuell arbeite ich immer montags und dienstags, insgesamt 16 Stunden pro Woche. Ich bin hier aber immer sehr flexibel und konnte meine Arbeitstage und -zeiten an meinen Vorlesungsplan anpassen.
Jetzt möchte ich ein bisschen mehr über die Themen wissen, die du hier bearbeitest. Daher zu Beginn einmal die Frage: Wie würdest du deinen Job deiner Oma erklären?
Schwierige Frage (lacht).
Wir haben verschiedene Kunden mit verschiedenen Maschinen, die physisch an einem Ort sind. Meine Aufgabe ist es hauptsächlich diese Maschinen digital abzubilden, sozusagen einen digitalen Zwilling zu erstellen. Dieser Zwilling wird dann in unsere hauseigene Software FMS eingepflegt. Das heißt, ich habe jede einzelne Maschine angelegt, inklusive aller wichtigen Daten, die wir für unser Fluidmanagement brauchen, sodass wir immer zugreifen und einsehen können: wie geht es der Maschine, wie sind die Füllstände etc.
Das ist auch wichtig für unsere Fluidmanager, die bei der Maschine vor Ort die Messungen durchführen. Diese können auf ihrem Plan sehen, wo die Maschinen genau sind, können rübergehen und bekommen von der Software automatisch die Aufgaben zugespielt, die sie zu erledigen haben, zum Beispiel die Konzentration zu messen, den pH-Wert usw.
Ein anderer Teil geht in die Richtung Automatisierung. Dort habe ich eine Software geschrieben für eine automatische pH-Wert-Erkennung. Das ist eine Bilderkennungs-Software, die pH-Werte automatisch auslesen kann. Aktuell wird das per Stäbchen gemacht, es muss immer ein menschliches Auge drauf schauen und vergleichen. Bei uns soll künftig eine Kamera das Auge ersetzen.
Im dritten Bereich haben wir begonnen, mithilfe von KI eine Füllstands-Erkennung zu entwickeln, die ebenfalls mit einer Kamera arbeitet.
Nimm uns doch mal mit durch deinen Arbeitsalltag. Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei dir aus?
Hauptsächlich bin ich am Schreibtisch und am Computer tätig. Als es um die pH-Wert Erkennung ging, war ich einige Male im Labor unterwegs. Zwischendurch durfte ich auch mal mit zum Kunden, um mir die Maschinen, die ich sonst nur digital bearbeite, auch mal in echt anzuschauen.
Ansonsten bin ich meistens am PC zu finden, wo ich Codes schreibe und Aufgaben erledige, die mir die Kollegen zuspielen, wie zum Beispiel bei einem KSS-Wechsel das neue Produkt einzupflegen.
Was hat dich hier am meisten überrascht? Gibt es da etwas?
Dass der Chef im Sommer mit Flip-Flops kommt (lacht).
Wie würdest du die Atmosphäre im Team beschreiben?
Das Team ist immer super entspannt, es ist wirklich ein familiäres Umfeld. Ich habe den direkten Vergleich von einer größeren Firma, da stimmt es oft wirklich, wenn man sagt „man ist nur eine Nummer“. Hier kennt man sich, selbst wenn man nicht direkt miteinander arbeitet.
Was gefällt dir an deiner Arbeit hier besonders?
Die Kollegen.
Ich habe auch direkt Verantwortung bekommen über unsere Kunden, konnte also merken, dass meine Arbeit wirklich Mehrwert bringt.
Und was super ist, ich bin frei in meinen Ideen. Wenn ich eine Idee habe, kann ich die kommunizieren und darf sie umsetzen.
Außerdem schätze ich die Flexibilität sehr. Wenn es doch mal stressigere Phasen in der Uni gab, konnte ich Minusstunden machen und die Arbeitszeit einfach nachholen, wenn es gepasst hat. Mein Studium steht immer an erster Stelle, das wird hier komplett respektiert.
Findest du, dein Platz als Werkstudent hat dir für dein Studium etwas gebracht?
Besonders in Richtung Programmieren, ja! Programmieren habe ich im Studium immer etwas verweigert, es hat mir einfach keinen Spaß gemacht. Hier weiß ich, wenn ich etwas programmiere, ist das nicht einfach Teil einer Aufgabe, sondern hat wirklich einen Sinn – ein Projekt dahinter.
Ich bin dem Programmieren jetzt definitiv weniger abgeneigt.
Was hast du hier gelernt, was du im Studium nicht gelernt hättest?
Abgesehen vom Programmieren waren die Tätigkeiten hier eher ergänzend. Ich bin im Studium ja in der Energieerzeugung unterwegs, entsprechend ist das ein anderer Bereich. Das habe ich aber bewusst so gewählt, da ich mich gerne mit vielen verschiedenen Bereichen parallel befasse.
Was waren für dich die größten Erfolge hier?
Ein Erfolg war auf jeden Fall, dass ich es geschafft habe, unsere Software bei einem sehr großen Kunden in wirklich kurzer Zeit zu implementieren, als es dort zeitlich eng war.
Ansonsten waren es im Alltagsgeschäft eher die kleineren Erfolge.
Gibt es auch etwas, was du dir anders gewünscht hättest? Was können wir für künftige Werkstudenten besser machen?
Hm, das Einzige, was mir einfällt ist, dass ich mir auf Basis der Stellenbeschreibung mehr praktische Tätigkeiten vorgestellt und gewünscht habe. Ich habe aber auch Verständnis dafür, dass es nicht so war, da mit mir ein anderer Student sein Praxissemester hier macht. Das bedeutet, er muss zwangsweise in die Praxis gehen. Aber ein kleines bisschen mehr Praxis und Firmenbesuche wären noch schön gewesen.
Ansonsten fällt mir nichts ein.
Das heißt: würdest du es anderen Studenten in deinem Bereich empfehlen, sich hier bei IQ Fluids zu bewerben? Wenn ja, welchen Tipp würdest du ihnen geben?
Ein Freund von mir fängt nächste Woche hier an – also offensichtlich ja!
Als Tipp…komm pünktlich zur Arbeit (lacht).
Ein Tipp wäre vielleicht: Denke mit und bringe deine Ideen ein.
Jetzt läuft ja schon dein letzter Monat hier bei uns. Wie geht es danach für dich weiter?
Ich gebe meine Forschungsarbeit ab und fliege für mein Auslandssemester nach Japan. Dort studiere ich ein halbes Jahr und wenn ich zurückkomme, arbeite ich für sechs Monate am Institut weiter. Danach kommt die Masterarbeit in Vollzeit.
Wenn du IQ Fluids in einem Satz zusammenfassen müsstest – wie würde dieser Satz lauten?
IQ Fluids ist sehr innovativ und immer offen für Veränderungen und neue Ideen.
Das ist doch mal ein Abschluss! Vielen Dank für deine Einblicke. Es war für mich, und ich glaube auch für viele andere, sehr interessant zu hören, was wirklich hinter einem Werkstudentenjob steckt. Ich wünsche dir eine fantastische Zeit in Japan mit ganz vielen neuen Eindrücken – vielleicht zieht es dich ja irgendwann zurück zu IQ Fluids 😉
Klingt gut?
Hat dir das Interview mit Joshua gefallen und auch du bist auf der Suche nach einem Werkstudentenjob?
Dann schau doch mal auf unserer Karriereseite vorbei.